

Mit den Geschichte des Kinos hat der jüngst verstorbene Jean-Luc
Godard vor über 20 Jahren eine multimediale Synthese seines Gesamtwerks
geschaffen und hinterlassen, das auf verschiedenen Ebenen mit den Möglichkeits- und
Produktionsbedingungen des Films von seinen Anfängen bis zur Gegenwart
verwoben ist. Im Rahmen des Seminars werden wir uns durch Referate und
Diskussionen im Blick auf dieses synästhetische Gesamtkunstwerk die
ideelen, kulturellen, sozialen, ökonomischen und medialen Grundlagen der
Filmanalyse und der Filmgeschichte gemeinsam erarbeiten. Dabei werden
verschiedene Aspekte des Films (z. B. Script, Handlung, Plot, Kamera,
Schnitt, Farbe, Sound etc.) anhand von Fachliteratur diskutiert und aus
erziehungswissenschaftlicher Perspektive auf Lern- und
Bildungspotenziale in der/den Geschichte
des Kinos bezogen. Insgesamt
soll so – u. a. in Erinnerung an die Kinobücher von Gilles Deleuze und
die Ansätze der strukturalen Medienbildung – ein abgerundetes Zeit- und
Bewegungsbild der Filmgeschichte von den Lichtspielen der Brüder Lumière
bis zum Digitalen Film entstehen. Dabei wird auch im Sinne der
Medienkompetenz die Fähigkeit befördert werden, Film(e) wie
>Se7en< (1995) von David Fincher als empirisches Material zu
begreifen und analytisch zu sichten.
Diese Übung wird begleitend zur Vorlesung „Einführung Pädagogik und Medienbildung“ angeboten und von Dr. Barberi durchgeführt. Ziel
ist die vertiefende Auseinandersetzung mit den Inhalten der Vorlesung
sowie der Vorbereitung und Unterstützung des Leistungserwerbs (Klausur).
Die Übung begleitet die Vorlesung, ersetzt diese jedoch nicht.